Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Klostermedizin
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Unter Klostermedizin versteht mancite-ref-hans-h-lauer-2005-s-758-1-0[1] die „Heilkunde des 6. bis 12. Jahrhunderts, die im Abendland weitgehend von Mönchen ausgeĂŒbt wurde“. Die Klostermedizin war somit ein Teil der mittelalterlichen Medizin und basierte vor allem auf der Phytotherapie. Der Begriff, frĂŒher auch beschrieben mit den Bezeichnungen „Mönchsmedizin“,cite-ref-2[2]cite-ref-3[3] „monastische Medizin“ und „Klerikermedizin“,cite-ref-4[4]cite-ref-5[5] wurde geprĂ€gt, weil seit dem FrĂŒhmittelalter die HospitĂ€ler von den Klöstern betrieben wurden. Mönche und Nonnen verfĂŒgten ĂŒber grundlegende Kenntnisse zur Heilwirkung von KrĂ€utern und Heilpflanzen.cite-ref-6[6] Klosterschulen wie die von Fulda, Reichenau, St. Gallen, Chartres und Tours waren von etwa 800 bis 1050, der Periode der Karolingischen Medizin, fĂŒr die allgemeine und medizinische Bildung von Bedeutung.cite-ref-7[7] Die Medizin des Mittelalters innerhalb wie außerhalb der Klöster baute auf den Lehren von Hippokrates und Galenos auf und basierte vor allem auf der Humoralpathologie, also der Lehre von den KörpersĂ€ften.

Klostermedizin ist ein Begriff fĂŒr eine Epoche der Medizingeschichte und wird von Wissenschaftlern nicht als Synonym fĂŒr alternative Heilverfahren verwendet, auch nicht fĂŒr die so genannte Hildegard-Medizin.

Contents

‱ Forschung
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Historischer Hintergrund

Nach dem Zusammenbruch des weströmischen Reichs und durch die Unsicherheiten der sich neu bildenden christlichen Kultur in Europa kam es zu UmbrĂŒchen in der Kultur und der Zivilisation, auch zum Verschwinden des bis dahin bestehenden medizinischen Systems, der Medizin des Altertums. WĂ€hrend die altgriechische Medizin in der byzantinischen Medizin fortlebte, konnten im lateinischen Westeuropa nur BruchstĂŒcke gerettet werden.cite-ref-8[8] Die germanischen Stammesrechte handelten mitunter verschiedene Probleme der Heilkunde ab, die sowohl Elemente aus der antiken wissenschaftlichen Medizin als auch aus der heidnisch-religiösen germanischen Heilkunde aufwiesen.cite-ref-9[9] Diese bestand wiederum aus einfachen Rezepten, aber auch ZaubersprĂŒchen, Beschwörungen, Segen und Gebeten.cite-ref-10[10]

Als Klostermedizin wird in der Medizingeschichte die Zeit vom FrĂŒhmittelalter bis zum Hochmittelalter bezeichnet. Die Hauptphase dauerte vom 8. bis Mitte des 12. Jahrhunderts.cite-ref-11[11] In dieser Zeit lag die medizinische Versorgung in Europa vor allem in den HĂ€nden von Mönchen und Nonnen. Im Westen galt Medizin in dieser Zeit als Handwerk und als angewandte Theologie, es gab außerhalb der Klöster keine Ausbildung fĂŒr Ärzte. Krankheiten galten als von Gott gesandt, auch die Epidemien wie die Pest. Eine Heilung ohne Gottes Hilfe galt als unmöglich.

Entwicklung der Klostermedizin

Bereits in den um 325 entstandenen Mönchsregeln des Pachomius wird die Pflege kranker MitbrĂŒder erwĂ€hnt.cite-ref-12[12] Etwa 527 grĂŒndete Benedikt von Nursia das erste Kloster auf dem Monte Cassino. In seiner Ordensregel (Regula Benedicti) legte er fest, dass die Krankenpflege die wichtigste Aufgabe der Mönche sei. Jedes Kloster sollte dafĂŒr einen eigenen Raum einrichten und einen Mönch (als Mönchsarzt) ausbilden, den Infirmar. Damit ĂŒbernahmen die Klöster zu Beginn ihres Auftretens eine soziale Aufgabe fĂŒr die Allgemeinheit. Das dahinter stehende Prinzip war die Barmherzigkeit (caritas). Diese Regel Benedikts war die Basis der Klosterheilkunde. Papst Gregor der Große befand die Regula Benedicti fĂŒr vorbildlich und erklĂ€rte sie daher fĂŒr alle katholischen Orden fĂŒr verbindlich. Auch der spĂ€tantike Gelehrte und Kanzler des fortschrittlichen Ostgotenkönigs Theoderich in Ravenna Flavius Magnus Aurelius Cassiodorus forderte um 560, dass Mönche heilkundliches Grundwissen haben sollten. Cassiodorus war dem Benediktinerorden beigetreten, schuf Grundlagen fĂŒr das mittelalterliche Bildungswesen und grĂŒndete das Kloster Vivarium. Der Orden des Heiligen Lazarus, der Orden des Johannes und andere Orden grĂŒndeten zahlreiche SpitĂ€ler, wo Kranke ebenso wie Arme und Alte Zuflucht fanden.

WĂ€hrend etwa Bischof Gregor von Tours im Merowingerreich noch skeptisch gegenĂŒber der Medizincite-ref-13[13] war, förderte der Karolinger Kaiser Karl der Große die Heilkunde seiner Zeit, indem er ein Gesetz erließ, das Klöstern und auch StĂ€dten das Anlegen von KrĂ€utergĂ€rten und die darin zu zĂŒchtenden Pflanzen verbindlich vorschrieb (capitulare de villis). Der so genannte St. Galler Klosterplan, der erhalten ist, zeigt die ideale Anlage eines Klostergartens; fĂŒr jede Heilpflanze wurde ein eigenes Beet angelegt. Es handelte sich um 16 Pflanzen. Der Abt des Benediktiner-Klosters Reichenau, Walahfrid Strabo (808–849), beschreibt in seinem Lehrgedicht Hortulus 24 Pflanzen. Zu den Heilpflanzen gehörten unter anderem Salbei, Wermut, Fenchel, Schlafmohn, Liebstöckel, Kerbel, Flohkraut, Betonie, Rettich und Minze. Zu den namentlich bekannten MönchsĂ€rzten gehörten etwa Notker II.cite-ref-14[14] und Iso von St. Gallen im Benediktinerkloster St. Gallen.

Die Mönche und Nonnen verfĂŒgten (z. B. mit dem in vielen Klöstern bereitgestellten umfangreichen Werk des Isidor von Sevilla) ĂŒber wissenschaftliche und heilkundliche Literatur, sammelten Erfahrungswissen im Umgang mit den HeilkrĂ€utern und gaben ihr Wissen innerhalb der jeweiligen Klöster weiter. Jahrhundertelang waren außerhalb der Klöster keine ausgebildeten Mediziner tĂ€tig. Auf dem Konzil von Aachen wurde 817 die AusĂŒbung der Krankenpflege zudem vor allem den Mönchen und Nonnen zugewiesen, wodurch auch die Entstehung von KlosterhospitĂ€lern als organisierte Einrichtungen der medizinischen Versorgung, zum Teil auch unter Mitwirkung von MönchsĂ€rzten (KlosterĂ€rzten), bis zum Konzil von Clermont von 1130, das den Mönchen zumindest offiziell Ă€rztliche TĂ€tigkeiten untersagte, begĂŒnstigt war.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16] In der Bevölkerung existierte eine zum Teil von Aberglauben geprĂ€gte Volksmedizin, die aber – wie auch das Werk von Plinius dem Älterencite-ref-17[17] – Eingang in die Klostermedizin fand. Außerdem gab es HandwerksĂ€rzte, zu denen die Bader und die Scherer in den BadehĂ€usern gehörten.

Die Klostermedizin fand einen Höhepunkt im Werk Hildegards von Bingen im zwölften Jahrhundert, die fest an Gott als endgĂŒltige Heilung aller Krankheit glaubte.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]

Im Hochmittelalter wurde in Salerno eine der ersten medizinischen UniversitĂ€ten in Europa gegrĂŒndet. Von Spanien, wo das breite Wissen der orientalischen Medizin auf die abendlĂ€ndische Kultur traf, ging langsam eine Akademisierung der Laienmedizin aus. In Bologna wurde 1111 eine der ersten medizinischen UniversitĂ€ten gegrĂŒndet, 1187 folgte Montpellier, dann Paris. Im 13. Jahrhundert wurde die Ă€rztliche Approbation eingefĂŒhrt. In der Zeit der Renaissance verlor die Klostermedizin (fachsprachlich auch als PrĂ€salernitanische Medizin oder vorsalernitanische Medizincite-ref-20[20] bezeichnet)cite-ref-hans-h-lauer-2005-s-758-1-1[1] allmĂ€hlich ihre Vorrangstellung gegenĂŒber Laienheilern.cite-ref-21[21] Albertus Magnus bemĂŒhte sich darum, das Wissen der Klosterheilkunde mit der Medizin zu verbinden.

Auf Grund der Reformation wurden in Nordeuropa viele Klöster geschlossen, wÀhrend der Gegenreformation entstanden jedoch wiederum neue. In dieser Zeit entstanden die Klosterapotheken, in denen vor allem HeilkrÀuter verkauft wurden.cite-ref-22[22] Diese stellten jedoch eine Konkurrenz zu den weltlichen Apotheken dar, so dass mancherorts die Klosterapotheken verboten wurden. Heute befindet sich nach wie vor, aufbauend auf der Tradition der KlosterspitÀler, ein Teil der KrankenhÀuser in kirchlicher TrÀgerschaft.

Werke zur Klostermedizin

Die Heilkundigen in den Klöstern sammelten erhaltene medizinische Werke antiker Autoren, schrieben sie ab und bauten auf diesem Wissen auf. Das wichtigste antike Werk zur KrĂ€uterheilkunde war die Materia medica (Arzneimittellehre) des griechischen Arztes Dioskurides, das fĂŒnf BĂ€nde umfasst und Heilmittel ĂŒberwiegend pflanzlicher, aber auch mineralischer und tierischer Herkunft beschreibt. Das Ă€lteste erhaltene Werk zur mittelalterliche Klostermedizincite-ref-23[23] ist das Lorscher Arzneibuch, eine Handschrift aus der Zeit Karls des Großen (um 795). Es wurde im Kloster Lorsch bei Worms geschrieben. Der Hauptteil besteht aus Rezeptsammlungen. Wir finden in diesem Arzneibuch den wohl frĂŒhesten Versuch zur KostendĂ€mpfung im Gesundheitswesen, indem empfohlen wird, anstelle der teuren KrĂ€uter aus dem Orient ebenso wirksame einheimische KrĂ€uter zu verwenden. Außerdem wird in dem Buch die Forderung erhoben, dass nicht nur Reichen, sondern auch Armen die Heilkunst zugĂ€nglich sein mĂŒsse (Prinzip der Umverteilung durch sozial gestaffelte ArztgebĂŒhren).cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]

Im 11. Jahrhundert schrieb der Mönch Odo Magdunensis das Werk Macer floridus, das in ganz Mitteleuropa zu einem Standardwerk der KrĂ€uterheilkunde wurde und damals so bekannt war wie heute die Schriften der Hildegard von Bingen, deren KrĂ€uterheilkunde im Mittelalter wenig Beachtung fand. Das Werk beschreibt knapp 80 Heilpflanzen und die ihnen zugeschriebenen Wirkungen. Im Hochmittelalter wurde eine medizinische Schule in Salerno gegrĂŒndet, in der einige medizinische Werke entstanden, darunter im 12. Jahrhundert das Circa instans, das rund 270 Pflanzen behandelt. Das Werk wurde (und wird) dem aus einer an der Medizinschule von Salerno tĂ€tigen Ärztefamiliecite-ref-26[26] stammendencite-ref-27[27] Salerner Autor Matthaeus Platearius zugeschrieben, die Urheberschaft ist jedoch in der Fachwelt umstritten.

Mit einem Deutsch und Latein vermengenden Text verfasste ein oberdeutscher Klerikerarzt etwa um 1100 das aus Regensburgcite-ref-28[28] stammende sogenannte Innsbrucker Arzneibuch, welches vorsalernitanischecite-ref-29[29] Quellen (z. B. Sextus Placitus Papyrensis, Marcellus Empiricus und Plinius der Ältere) benutzt und mit seinen praktischen, nicht allzu umfangreichen Anweisungen als typisch fĂŒr die von Klöstern verwendeten Rezeptsammlungen gelten kann.cite-ref-30[30]cite-ref-31[31]

Zwischen 1150 und 1160 verfasste Hildegard von Bingen ihre Abhandlungen zur Heilkunde, die unter den Namen Physica und Causae et curae (deutsch: „Ursachen und Behandlungen“) bekannt geworden sind. Sie selbst schrieb den Inhalt dieser Werke nach Aussage der Biografen göttlicher Eingebung zu. Teilweise werden darin bereits vorher beschriebene Behandlungen aufgenommen, einiges war aber völlig neu, auch einige Pflanzen galten bis dahin nicht als heilend, zum Beispiel die Ringelblume, Calendula officinalis. Die Physica besteht aus neun BĂ€nden, zwei davon sind den KrĂ€utern gewidmet, eines der Heilkraft der BĂ€ume, andere verschiedenen Tieren, Edelsteinen und Metallen. Hildegard von Bingen hat auf der Basis der SĂ€ftelehre eine eigenstĂ€ndige medizinische Theorie entwickelt, die fĂŒr das Mittelalter einmalig war.

Von etwa 1300 bis 1400 war vor allem das aus unterschiedlichen Quellen gespeiste und als BartholomĂ€us bezeichnete deutschsprachige Arzneibuch eines Verfassers aus dem ostmitteldeutschen Raum von großem Einfluss auch auf die Klostermedizin.cite-ref-32[32]cite-ref-33[33]

Praktisch alle Bereiche der Klostermedizin behandelt auch eine zwischen 1300 und 1350 entstandene und bis ins 16. Jahrhundert verbreitete und etwa in oberdeutschen Klöstern benutzte Sammelhandschrift, welche als Korpus der Klostermedizin bezeichnet wird.cite-ref-34[34]cite-ref-35[35]

Im deutschsprachigen Raum erlangte der Gart der Gesundheit, das 1485 von dem Arzt Wonnecke von Kaub geschrieben wurde, noch grĂ¶ĂŸere Bedeutung. Quellen waren u. a. der Macer floridus und das Circa instans. Das Buch wurde mehrfach neu aufgelegt und diente wiederum als Quelle fĂŒr andere KrĂ€uterbĂŒcher des 16. Jahrhunderts, etwa von RĂ¶ĂŸlin 1533, Lonitzer 1551 sowie Tabernaemontanus 1588.

Forschung

Siehe auch

:

Klosterheilkunde

In Deutschland gibt es die Forschergruppe Klostermedizin GmbH, die aus einer am Institut fĂŒr Geschichte der Medizin der UniversitĂ€t WĂŒrzburg 1999/2000 von Gundolf Keil und Franz-Christian Czygan eingerichteten Forschungsgruppe „Klostermedizin“ hervorgegangen ist und nach dem Ausscheiden von Keil 2010 durch Johannes G. Mayer in die außeruniversitĂ€re Forschergruppe Klostermedizin umgewandelt wurde.cite-ref-36[36] Zu den Mitgliedern gehören Mediziner, Botaniker, Chemiker, Pharmazeuten, Philologen und Historiker (siehe auch Franz-Christian Czygan, Konrad Goehl und Hermann Josef Roth). Das Forschungsziel ist es, das von den Mönchen und Nonnen gesammelte Erfahrungswissen systematisch zu erfassen und der Öffentlichkeit, aber auch der modernen Medizin zugĂ€nglich zu machen. DafĂŒr werden zunĂ€chst die lateinischen Texte ĂŒbersetzt, ehe die beschriebenen Pflanzen wissenschaftlich untersucht werden.

Siehe auch
Literatur

‱ Gerhard Baader: Mittelalterliche Medizin in bayerischen Klöstern. In: Sudhoffs Archiv. Band 57, 1973, S. 275–296.
‱ Hanno Caprez: Die Klostermedizin. In: Ciba-Zeitschrift. 11, 1951, S. 4638–4668.
‱ Wolfgang U. Eckart: Geschichte der Medizin. Springer-Lehrbuch, 4. Aufl., Berlin 2001, ISBN 3-540-67405-5.
‱ H.-P. Michael Freyer: Klosterapotheken. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. Walter de Gruyter, Berlin und New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 757 f.
‱ Heidi Grun: Die Geschichte der KrĂ€uter- und Heilpflanzenkunde, Verlag Monsenstein und Vannerdat, MĂŒnster, ISBN 3-86582-174-X.
‱ Bernhard D. Haage: Die „Klostermedizin“ und die ÜbergĂ€nge. In: Bernhard D. Haage: Studien zur Heilkunde im „Parzival“ Wolframs von Eschenbach. KĂŒmmerle Verlag, Göppingen 1992 (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik. Band 565), ISBN 3-87452-806-5, S. 132–137.
‱ Kay Peter Jankrift: Mit Gott und schwarzer Magie. Medizin im Mittelalter. Wissenschaftliche Buchgesellschaft (u. a.), Darmstadt 2005, ISBN 3-534-16511-X.
‱ Kay Peter Jankrift: Krankheit und Heilkunde im Mittelalter. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003, ISBN 3-534-07659-1.
‱ Gundolf Keil und Paul Schnitzer (Hrsg.): Das Lorscher Arzneibuch und die frĂŒhmittelalterliche Medizin, Lorsch 1991 (= GeschichtsblĂ€tter fĂŒr den Kreis Bergstraße, Sonderband 12).
‱ Gundolf Keil, JĂŒrgen Kiefer: Das ‘Erfurter KartĂ€userregimen’. Anmerkungen zu Inhalt, Aufbau und Verfasserfrage einer klösterlichen Gesundheitslehre des 15. Jahrhunderts. In: JĂŒrgen Kiefer (Hrsg.): Heilkunde und Heilmittel. Zu Erwerb und Transfer von medizinisch-pharmazeutischem Wissen in Europa. Festschrift Ingrid KĂ€stner. Aachen 2013 (= EuropĂ€ische Wissenschaftsbeziehungen. Band 5), S. 217–259.
‱ Hans H. Lauer: Klostermedizin. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 758–764.
‱ Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl, Katharina Englert: Die Pflanzen der Klostermedizin in Darstellung und Anwendung. Mit Pflanzenbildern des Benediktiners Vitus Auslasser (15. Jh.) aus dem Clm 5905 der Bayerischen Staatsbibliothek MĂŒnchen (= DWV-Schriften zur Medizingeschichte, Bd. 5), Deutscher Wissenschafts-Verlag, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-86888-007-6.
‱ Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl: Höhepunkte der Klostermedizin: Der „Macer floridus“ und das Herbarium des Vitus Auslasser. Herausgegeben mit einer Einleitung und deutschen Übersetzung. Reprint-Verlag Leipzig, Holzminden 2001, ISBN 3-8262-1120-0 (mit Faksimile der Seiten 28 bis 123 von Choulants Ausgabe von 1832 und fĂŒnf ausfĂŒhrlichen Registern).
‱ Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl (Hrsg.): KrĂ€uterbuch der Klostermedizin: Der „Macer floridus“ – Medizin des Mittelalters. Reprint-Verlag Leipzig, Holzminden 2003, ISBN 978-3-8262-1130-0 (Revidierte Fassung der deutschen Übersetzung).
‱ Johannes Gottfried Mayer: Zu Geschichte und Geist der Epoche der Klostermedizin, in: Cistercienser-Chronik, 109. Jg., Heft 2, 2002, S. 183–198, ISSN 0379-8291.
‱ Johannes Gottfried Mayer, Bernhard Uehleke, Kilian Saum: Das große Handbuch der Klosterheilkunde. Verlag Zabert Sandmann, MĂŒnchen 2005, ISBN 3-8289-2140-X.
‱ Irmgard MĂŒller u. a.: Das Erbe der Klostermedizin: Symposion im Kloster Eberbach, Eltville/Rh. am 10. September 1977, Wortlaut der VortrĂ€ge. Ingelheim a. Rh. 1978.
‱ Tobias Niedenthal: Klostermedizin: Von Monte Cassino nach Bingen. Gewidmet Johannes Gottfried Mayer. In: Medizin im Mittelalter. Zwischen Erfahrungswissen, Magie und Religion (= Spektrum der Wissenschaft. Spezial: ArchĂ€ologie Geschichte Kultur. Band 2.19), 2019 (auch in Spektrum der Wissenschaft. 7, 2019), S. 34–40.
‱ Tobias Niedenthal: Wie die Heilkunst in die Klöster kam. In: Rudolf Walter (Hrsg.): Gesundheit aus Klöstern. Verlag Herder, Freiburg 2013. S. 6 f. ISBN 978-3-451-00546-6
‱ Adelheid Platte, Karlheinz Platte (Hrsg., im Auftrag der Stadt Lorsch): Das Lorscher Arzneibuch. Klostermedizin in der Karolingerzeit: AusgewĂ€hlte Texte und BeitrĂ€ge. Lorsch 1989; 2. Aufl. ebenda 1990.
‱ Hermann Josef Roth: Missverstandene Klostermedizin. Spektrum der Wissenschaft, MĂ€rz 2006, S. 84–91, ISSN 0170-2971.
‱ Heinrich Schipperges: Die Kranken im Mittelalter. Verlag C.H. Beck, MĂŒnchen 1990, ISBN 3-406-33603-5.
‱ Clemens Stoll: Arznei und Arzneiversorgung in frĂŒhmittelalterlichen Klöstern. In: Gundolf Keil, Paul Schnitzer (Hrsg.): Das ‚Lorscher Arzneibuch‘ und die frĂŒhmittelalterliche Medizin. Verhandlungen des Medizinhistorischen Symposiums im September 1989 in Lorsch. Laurissa, Lorsch 1991 (= GeschichtsblĂ€tter fĂŒr den Kreis Bergstraße. Sonderband 12), S. 149–218.

Weblinks

‱ Forschergruppe Klostermedizin GmbH
‱ Forum Naturheilkunde: Die Apotheken der Besitzlosen (pdf) (873 kB)

Einzelnachweise

cite-note-hans-h-lauer-2005-s-758-11. ↑ Hans H. Lauer (2005), S. 758.
cite-note-22. ↑ Karl Sudhoff: Eine Verteidigung der Heilkunde aus den Zeiten der „Mönchsmedizin“. In: Sudhoffs Archiv. Band 7, (1913–)1914, S. 223–237 und 362.
cite-note-33. ↑ Vgl. auch Erwin H. Ackerknecht: Kurze Geschichte der Medizin. 4. Auflage (unter dem Titel Geschichte der Medizin). Stuttgart 1979, S. 75.
cite-note-44. ↑ Carl Hans Sasse: Geschichte der Augenheilkunde in kurzer Zusammenfassung mit mehreren Abbildungen und einer Geschichtstabelle (= BĂŒcherei des Augenarztes. Heft 18). Ferdinand Enke, Stuttgart 1947, S. 56.
cite-note-55. ↑ Conrad Brunner: Über Medizin und Krankenpflege im Mittelalter in schweizerischen Landen. Orell FĂŒssli, ZĂŒrich 1922 (= Veröffentlichungen der Schweizerischen Gesellschaft fĂŒr Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften, 1), S. 3–38
cite-note-66. ↑ Hermann Fischer: Mittelhochdeutsche Rezeptare aus bayerischen Klöstern und ihre Heilpflanzen. In: Mitteilungen der Bayerischen botanischen Gesellschaft zur Erforschung der heimischen Flora IV, 6, 1926, S. 69–75; auch in: Medizin im mittelalterlichen Abendland. Hrsg. von Gerhard Baader und Gundolf Keil, Darmstadt 1982 (= Wege der Forschung, 363), S. 83–94.
cite-note-77. ↑ Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 17.
cite-note-88. ↑ Tobias Niedenthal: Wie die Heilkunst in die Klöster kam. In: Rudolf Walter (Hrsg.): Gesundheit aus Klöstern. Verlag Herder, Freiburg 2013. S. 6f. ISBN 978-3-451-00546-6
cite-note-99. ↑ Vgl. auch Gerd G. Koenig: Schamane und Schmied, Medicus und Mönch: Ein Überblick zur ArchĂ€ologie der merowingerzeitlichen Medizin im sĂŒdlichen Mitteleuropa. In: Helvetia Archaeologica. Band 13, 1982, S. 75–154.
cite-note-1010. ↑ Eckart: Geschichte der Medizin, 1998, S. 103.
cite-note-1111. ↑ Eckart: Geschichte der Medizin, 1998, S. 101.
cite-note-1212. ↑ Bernhard Dietrich Haage: Medizinische Literatur des Deutschen Ordens im Mittelalter. In: WĂŒrzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 9, 1991, S. 217–231, hier: S. 219.
cite-note-1313. ↑ Hans H. Lauer (2005), S. 758 f.
cite-note-1414. ↑ Johannes Duft: Notker der Arzt. Klostermedizin und Mönchsarzt im frĂŒhmittelalterlichen St. Gallen. St. Gallen 1972 (= 112. Neujahrsblatt St. Gallen).
cite-note-1515. ↑ Erwin H. Ackerknecht: Kurze Geschichte der Medizin. 4. Auflage (unter dem Titel Geschichte der Medizin). Stuttgart 1979, S. 76.
cite-note-1616. ↑ Hans H. Lauer (2005), S. 760.
cite-note-1717. ↑ Bernhard Dietrich Haage: Liebe als Krankheit in der medizinischen Fachliteratur der Antike und des Mittelalters. In: WĂŒrzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 5, 1987, S. 173–208, hier: S. 186 f.
cite-note-1818. ↑ Irmgard MĂŒller: Die pflanzlichen Heilmittel bei Hildegard von Bingen. Heilwissen aus der Klostermedizin. Salzburg 1982.
cite-note-1919. ↑ Barbara Fehringer: Das „Speyerer KrĂ€uterbuch“ mit den Heilpflanzen Hildegards von Bingen. Eine Studie zur mittelhochdeutschen „Physica“ – Rezeption mit kritischer Ausgabe des Textes, WĂŒrzburg 1994 (= WĂŒrzburger medizinhistorische Forschungen. Beiheft 2).
cite-note-2020. ↑ Augusto Beccaria: I codici di medicina del periodo presalernitano (secoli IX, X e XI). Rom 1956 (= Storia e letteratura. Band 53).
cite-note-2121. ↑ Vergleich auch Peter Assion: Geistliche und weltliche Heilkunst in Konkurrenz. In: Bayerisches Jahrbuch fĂŒr Volkskunde. 1976/1977, S. 7–23.
cite-note-2222. ↑ Vgl. auch Rainer Schnabel: Pharmazie in Wissenschaft und Praxis, dargestellt an der Geschichte der Klosterapotheken Altbayerns vom Jahre 800 bis 1800. MĂŒnchen 1965.
cite-note-2323. ↑ Danielo Carlo Pangerl: Schatzkammer der Klostermedizin. In: Medizin im Mittelalter. Zwischen Erfahrungswissen, Magie und Religion (= Spektrum der Wissenschaft. Spezial: ArchĂ€ologie Geschichte Kultur. Band 2.19), 2019, S. 39.
cite-note-2424. ↑ Christina Becela-Deller: Ruta graveolens L. Eine Heilpflanze in kunst- und kulturhistorischer Bedeutung. (Mathematisch-naturwissenschaftliche Dissertation WĂŒrzburg 1994) Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 1998 (= WĂŒrzburger medizinhistorische Forschungen. Band 65). ISBN 3-8260-1667-X, S. 97–99.
cite-note-2525. ↑ Erste Werke der Klostermedizin, Forschergruppe Klostermedizin
cite-note-2626. ↑ Bernhard D. Haage, Wolfgang Wegner: Platearius (de Platea). In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1167 f.
cite-note-2727. ↑ Max Neuburger: Geschichte der Medizin. Band II, Teil 1, Stuttgart 1911, S. 293.
cite-note-2828. ↑ Bernhard Schnell: „Von den wurzen“. Text- und ĂŒberlieferungsgeschichtliche Studien zur pharmakographischen deutschen Literatur des Mittelalters. Medizinische Habilitationsschrift WĂŒrzburg 1989, S. 82–89.
cite-note-2929. ↑ Als „vorsalernitanische Periode“ wird die Zeit ab dem 5./6. Jahrhundert bis zur GrĂŒndung der ersten „UniversitĂ€t“ in Salerno im 11. Jahrhundert bezeichnet. Vgl. etwa Christina Becela-Deller: Ruta graveolens L. Eine Heilpflanze in kunst- und kulturhistorischer Bedeutung. (Mathematisch-naturwissenschaftliche Dissertation WĂŒrzburg 1994) Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 1998 (= WĂŒrzburger medizinhistorische Forschungen. Band 65). ISBN 3-8260-1667-X, S. 74–76.
cite-note-3030. ↑ Gundolf Keil: ‚Innsbrucker Arzneibuch‘. In: Verfasserlexikon. 2. Auflage. Band 4, 1982, Sp. 395 f.
cite-note-3131. ↑ Gundolf Keil: ‚Innsbrucker Arzneibuch‘. In: EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. 2005, S. 675.
cite-note-3232. ↑ Gundolf Keil: ‚BartholomĂ€us‘. In: Burghart Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearbeitete Auflage, Band 1: ‚A solis ortus cardine‘ – Colmarer Dominikanerchronist. De Gruyter, Berlin/New York 1978, Sp. 609–615.
cite-note-3333. ↑ Gundolf Keil: ‚BartholomĂ€us‘. In: Werner E. Gerabek u. a. (Hrsg.): EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 148–150.
cite-note-3434. ↑ Wolfgang Hirth: Korpus der Klostermedizin. In: Burghart Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearbeitete Auflage, Band 5: Kochberger, Johannes - ‚Marien-ABC‘. De Gruyter, Berlin/New York 1985, S. 321–325.
cite-note-3535. ↑ Gundolf Keil: ‚Korpus der Klostermedizin‘. In: EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. 2005, S. 783.
cite-note-3636. ↑ Gundolf Keil: Vorwort. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift fĂŒr Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), S. 7–11, hier: S. 7.